Salzkammergut Trophy 2008
Alles lange vorbei, die Erinnerung verblasst schon langsam. Trotzdem oder gerade deshalb noch ein paar Sätze und Bilder davon.
Nachdem ich das 2 Rennen des Marathon Man Europe in Polen ausgelassen habe (und das, nach allem was ich davon gelesen und gehört habe, auch nicht bereue) war die Salzkammerguttrophy das dritte (für mich logischerweise zweite) Rennen der Serie. Ca. 3500 Starter, Alpen statt sonst bestenfalls Mittelgebirge, 800km Anreise – das war die Ausgangslage. Die Reise hat sich auf jeden Fall gelohnt (wir haben auch noch etwas Urlaub gemacht, sonst lohnt die Reise ja kaum). Das Rennen war ausgezeichnet organisiert und das ganze “Drumherum” hat auch super gepasst.
Zur Vorbereitung bin ich die Strecke bereits abgefahren und wußte was mich konditionell und technisch erwartet. 53 km und 1663 hm die Zahlen für mich, unter 4 Stunden als Zeit war mein Ziel. Wer fitter war konnte auch 110 km und 3500 hm oder gar unglaubliche 210 km und 7000! hm absolvieren.
Zum Rennen. Das Wetter und die Wettervoraussagen waren wechselhaft. Beim Start der 110km Strecke regnete es noch und ich habe erst mal die Regensachen eingepackt. Die Stände im Start und Zielbereich haben auch gut Regenjacken verkauft. Kurz vor dem Start hörte es auf zu regnen und es schien plötzlich sogar die Sonne. Ich nahm an ungefähr in der Mitte der wartenden Starter zu stehen habe dann aber festgestellt das ich doch von recht weit hinten gestartet bin. Das ist für die Zeit erst mal unerheblich, da diese über Transponder von jedem Fahrer exakt ermittelt wurde. Es ging dann entspannt los was mir nicht unrecht war. Nach 2 km ging es dann das erste mal zur Sache. Noch Straße aber 600-700 hm mit teilweise knackigen Steigungen zwangen bereits die Ersten zum Absteigen (die hinten-Starter halt). Bei den Touren an den Tagen vor dem Rennen hat mich am Anfang der relativ hohe Anteil an Straße (meist am Anfang und hoch) und Waldautobahn gestört. Für das Rennen fand ich es dann doch ganz gut. Man kann einfach überholen.
Als es dann in den Wald ging kam es zum Stau – eine Brücke über die immer nur einer rüber kann – da rächte es sich das erste mal von weit hinten zu starten. Dann lief es wieder und zwar der Verkehr und meine Beine. Die Abfahrten waren großteils technisch durchaus anspruchsvoll und ich bin immer wieder froh mit dem Fully unterwegs zu sein. Das Kilo mehr nehm ich gern mit. Auf den Abfahrten konnte ich dann auch den einen und anderen überholen, aber auch hier wäre ein Platz weiter vorn im Feld sicher von Vorteil gewesen. Der zweite lange Anstieg zur Hütteneckalm lief auch gut und runter ist ja eh ein Vergnügen. Mein kleiner Enspurt durch den Ort hat am Ende nicht gereicht – 4:03:xx war die Zeit, der dreistellige Platz ist nicht von Interesse und für nächstes Jahr weiß ich was zu tun ist.


